Damen 2: Sieg nach Achterbahnfahrt

Im Spitzenspiel der Regionalliga kam das Team von Trainerin Grit Schneider am 10. Spieltag gegen einen der ärgsten Verfolger und Vorjahres-Meister VSTV Wuppertal zu einem hart umkämpften 64:60 (31:26) Erfolg und bleibt damit Tabellenführer in der Regionalliga.

Auch, wenn in diesem ersten Spiel des neuen Jahres noch nicht alles wieder rund lief, zeigten der Vorjahres-Erste und -zweite, warum sie auch in diesem Jahr wieder an der Spitze der Regionalliga stehen und das die Titelvergabe auch in dieser Saison nur über sie entschieden werden wird.

Beiden Mannschaften war in der Anfangsphase deutlich anzumerken, dass sie zunächst einmal darum bemüht waren, nach der vierwöchigen Weihnachtspause wieder ihren Spielrhythmus und die notwendige Sicherheit zu finden. Von Anfang an entwickelte sich ein enges, umkämpftes und bis in die Schlusssekunden spannendes Spiel. Nach dem ersten Abtasten, waren es die jungen Opladenerinnen, die die ersten Akzente in dieser Partie setzen und mit einigen sehenswerten Angriffen die erste Führung herausarbeiten konnten. Zum Ende des 1. Viertels führten die Schneider-Schützlinge mit 15:9, aber es war allen klar, dass dies alles andere als eine beruhigende Führung sein würde.

Der zweite Abschnitt verlief ähnlich eng und BBZ ging beim Spielstand von 31:26 mit einer 5-Punkte Führung in die Pause. Was dann in der BBZ-Kabine passiert sein muss, ist nicht übermittelt, es muss aber einschläfernde Wirkung gehabt haben. Nicht anders ist zu erklären, was sich in den ersten Minuten des 3. Viertels auf dem Parkett abgespielt hat. „Wir haben aufgehört, am Spiel teilzunehmen," war Trainerin Grit Schneider auch nach dem Spiel immer noch fassungslos und konnte sich den Leistungsabfall ihres Teams nach dem Wechsel nicht erklären. So wurde aus der 5-Punkte Führung binnen weniger Minuten ein 9-Punkte Rückstand, am Ende des 3. Viertels stand es aus BBZ Sicht 41:49.

Mit Beginn des letzten Viertels tauschte Schneider das komplette Personal nochmals aus, um die drohende Niederlage doch noch abzuwenden - und siehe da, alles, was das Team im 3. Viertel hatte vermissen lassen, fand jetzt wieder statt. Über eine deutlich aggressivere Verteidigung gelangen etliche Ballgewinne und vorne wurde immer wieder mutig der Weg zum Korb gesucht. Punkt für Punkt hatte BBZ aufgeholt und als Aiko Ferrari 29 Sekunden vor Schluss einen Dreier versenkte, tobte die Halle und die Schneider Schützlinge lagen erstmals seit der 26. Minute wieder in Führung (61:58). Die letzten Sekunden waren nichts für schwache Nerven. Wuppertal gab sich noch lange nicht auf, versuchte durch schnelle Fouls immer wieder die Uhr zu stoppen, hatte sich aber mit Jessi Kunel die Falsche ausgesucht, die sie an die Linie schickten. Seelenruhig verwandelte sie 3 der letzten 4 Freiwürfe und sicherte ihrem Team somit einen hart erkämpften- und am Ende des 3. Viertels - nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg, gegen den Tabellenzweiten.

„Heute bin ich um 5 Jahre gealtert. Wir haben gewonnen, aber nicht den Basketball gespielt, zu dem wir in der Lage sind," stellte Grit Schneider, die auch Minuten nach Spielende immer noch unter Hochspannung stand, letztlich doch erleichtert fest.

Die Punkteverteilung gegen Wuppertal:

Marie Gülich 13, Sarah Heinen 10, Jessi Kunel 8, Aiko Ferrari 8, Sophia Busch 6, Kathrin Bachmann 6, Saskia Schmitz 4, Anke Habermann 3, Ronja Schmidt 3, Caro Van der Velde 2, Annika Kalinowski 1, Deniz Kocak

AS

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