Portrait Alexandra Höffgen
Sie ist noch jung an Jahren, doch das Basketball-Talent Alexandra Höffgen kann bereits auf eine bewegte sportliche Vergangenheit zurückblicken.
Die 16-Jährige, die schon zwei Saisons in der Regionalliga-Mannschaft der SG BBZ Opladen (und natürlich auch in der BBZ-Jugend) absolviert hat und nun zum festen Stamm des Zweitliga-Teams gehören soll, nahm unter anderem mit der deutschen U 16-Auswahl in 2008 an der EM im polnischen Kattowitz teil und gehört nun selbst als jüngerer Jahrgang zum Stamm der U 18-Nationalmannschaft. In diesem Sommer aber wartet auf Alex eine ganz andere Herausforderung. Im Rahmen der U 17-WM männlich, die an diesem Wochenende in Hamburg beginnt, will sie sich für die deutsche Streetball-Nationalauswahl qualifizieren, die im August für drei Wochen zu den "Youth Olympic Games" nach Singapur reisen wird. In Hamburg werden sich sechs Mädchen für vier vorgesehene "freie Stellen" für Singapur empfehlen. Zwei werden also noch ausscheiden. "Ich rechne mir eigentlich ganz gute Chancen aus, für Deutschland in Singapur spielen zu dürfen", erklärt Alexandra Höffgen selbstbewusst. Die 187 cm große Centerin, für die die EM-Teilnahme nach eigener Einschätzung der bisher größte sportliche Erfolg war, muss sich auch gar nicht verstecken. Sie gilt als eines der größten Basketball-Talente Deutschlands und will das auch ab der kommenden Spielzeit in der 2. Bundesliga unter Beweis stellen. "Wir sind überzeugt davon, dass sie sich in der 2. Liga behaupten wird", meint BBZ-Managerin Ute Graf. Und Alex selbst will das Unterhaus auch als Sprungbrett in Richtung Erste Liga nutzen: "Dort will ich auf jeden Fall mal spielen." Dennoch: Die Schule hat definitiv Priorität. Sie besucht das Quirinus-Gymnasium in Neuss und strebt dort auch das Abitur an. Im Oktober wird Alex 17. Sehr wahrscheinlich, dass sie dann ihre ersten Zweitliga-Partien bestritten haben wird. Jedenfalls hat sich die junge Dame aus Korschenbroich genau das fest vorgenommen. "Ich möchte mich dort sportlich weiterentwickeln und mich darüber hinaus in der Jugend-Nationalmannschaft etablieren. Alles weitere wird man dann sehen", erklärt Alex und lässt dabei keine Zweifel aufkommen, dass Basketball eine eminent wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. Trotzdem kommen die Familie, Freunde und Hobbies nicht zu kurz: "Das geht schon. Es gibt immer wieder mal Phasen, in denen ich Zeit genug habe." Und für ihren geliebten Sport nimmt sie einiges auf sich, beispielsweise den hohen Fahraufwand. Für den Hinweg ist sie meistens rund eindreiviertel Stunden unterwegs. Nach Hause fährt sie dann mit ihrem Vater, der in Köln-Deutz arbeitet und dann einen kleinen Umweg über Opladen gern in Kauf nimmt, um seine Tochter zu unterstützen. Bereut hat sie den Wechsel von Neuss zu BBZ vor zwei Jahren absolut nicht: "Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung."

















