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BBZ-Regionalliga-Team holt den WBV-Pokal

altDie Regionalliga-Mannschaft der SG BBZ Opladen holt durch einen 74:53-Erfolg im Rückspiel über den SC Aplerbeck den WBV-Pokal.

Im September 2009 standen einige Basketballbegeisterte der SG BBZ Opladen vor der Glasvitrine in der Werner-Heisenberg-Halle und es fiel der Satz: Das ist eine Lücke, da würde der WBV Pokal gut hinpassen.

Seinerzeit im Scherze gesagt, hat das Team der SG BBZ Opladen genau dies erreicht.

Nachdem man im Halbfinale in einem wahren Krimi die TG Neuss, aktueller Tabellenführer der Regionalliga, in der Verlängerung mit 4 Punkten besiegte, stand mit dem ASC Dortmund ein schwerer Gegner, der vor allem durch die immense Erfahrung der vielen ehemaligen Bundesligaspielerinnen, allen voran Gaby Mrohs-Czerkawski, im Finale, der nur schwer einzuschätzen war. Immerhin hatten die Dortmunderinnen die SG Köln 99ers im Halbfinale geschlagen.

 

Das Hinspiel am Mittwoch in Dortmund, welches nur knapp mit 1 Punkt verloren wurde, gab Anlaß zur Hoffnung, dass die Überraschung gelingen sollte, doch war das Team soweit? Hatte die Mannschaft um Grit Schneider die Disziplin, 40 min konzentriert und durckvoll zu verteidigen, immer auszuboxen und geduldig in der Offense auf die richtige Entscheidung zu warten, den richtigen Abschluß herauszuspielen?

Die Antwort lautet ganz klar JA!

 

Mit einer geschlossen Teamleistung zeigte die SG BBZ 2 am Sonntag, angefeuert von ca. 150 Zuschauern - ein großes DANKESCHÖN für diese tolle Unterstützung, und vom eigenen Team - dass man als Team das Unvorstellbare möglich machen kann. Zuletzt in der regulären Saison hatte man noch eine unnötige Niederlage kassiert, immer wieder wurden unkonzentrierte Phasen dem jungen Team zum Verhängnis um auch die Top 4 der Liga zu schlagen. Nicht so im Finalrückspiel - die konsequente Defense an den starken Centerinnen des ASC Dortmund, die schnell gedoppelt wurden, war nur so erfolgreich, weil der Rest ebenso schnell rotierte, einfache Pässe verhinderte und Dortmund immer wurde zu Würfen unter Zeitdruck zwang. Das entsprechende Box-Out für den Rebound stand und so kamen die Dortmunderinnen nur zu 53 Punkten.

In der Offense wollten die SG BBZ durch kontinuierliche Bewegung die 2-3 Zonenverteidigung des ASC Dortmund zum Rotieren zwingen, um dann die offenen Schüsse zu bekommen...eine Rechnung, die aufging. Insgesamt 6 Dreier landeten im Korb, drei davon im ersten Viertel, einer davon aus unglaublichen 7,50 m von Jessi Kunel mit dem 24. sec Signal. Spätestens dann war allen klar - heute geht was! Immer wieder wurden die Würfe abgewartet und durch die stark spielenden Elli Kaster und Anke Habermann versenkt. Oder die Lücke tat sich auf, so dass Steffi Ackermann, Aiko Ferrari und Sophia Busch ihre Pentration-Stärken auspielen konnten. Und wenn der Ball von aussen mal nicht reinging, wollte man aktiver um den Offensiv-Rebound kämpfen, um sich eine 2. oder 3. Chance zu erarbeiten - das fehlte beim Hinspiel am Mittwoch. Allen voran Alex Höffgen, aber auch Freddi Heil, Ronja Schmidt und Miriam Schlösser arbeiteten unter den Brettern engagiert und waren ein ums andere Mal erfolgreich.

Nach gutem ersten Viertel stand es 19-10, das zweite Viertel war sehr ausgeglichen, so dass man mit einem 10 Punkte-Vorsprung in die Pause ging.

Warnenden Worte von Grit Schneider folgten 4 Punkte von Dortmund und dann ab der Minute ein 15-4 Run, hier fiel besonders die sehr gute Verteidigung und Punkte-Beteiligung aller Spielerinnen auf dem Feld auf. Einer 17 Punkte-Führung vor dem Schlußviertel folgten 3 erfolgreiche Freiwürfe und der Abstand betrug unglaubliche 20 Punkte.

Auch wenn die Trainerin es bis kurz vor dem Abpfiff nicht wahrhaben wollte und immer wieder die Defense ermahnte, war dies bereits eine Vorentscheidung.

Am Ende stand auf der Anzeigetafel 74-53 - ein Sieg mit 21 Punkten hätten wohl auf die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten...

 

Die Trainerin ist sehr stolz auf ihr Team, weil...

 

                                                       ... als Team ist auch das Unvorstellbare möglich!

 

Zum Pokalsieger gehören Lynn Idelberger, Anka Schmitz, Carina Thomas (1. Spiel -/2. Spiel 2 Punkte),Melli Duhr (- / 1), Miriam Schlösser (1 / -), Aiko Ferrari (- / 2), Sophia Busch (2 / 2), Ronja Schmidt (2 / 6), Steffi Ackermann (5, 1 Dreier / 5) , Freddi Heil (6 / 5), Jessi Kunel (8 / 13, 2), Elli Kaster (11, 2 / 7, 2), Alex Höffgen (11 / 17) und Kapitän Anke Habermann (11, 1 / 14, 2).

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